Die real vorherrschende Ordnung ist meist
nicht mehr die festgeschriebene oder die vernünftige.
Sie wird jeweils ad hoc herbei
diskutiert, auch wenn es um Grundsätzliches
geht. Das macht alles zuerst einmal einfacher und gibt jedem immer wieder wie beim russischen Roulette,
die gleiche Chance. Dafür hatten die Kommunisten
die Kapitalisten enteignet, nun enteignen die Intellektuellen
die Menschen all dessen, was über die Erstreaktion in
Diskussionen hinaus geht. Man geht nur noch zur Schule um, "direkt von Herzen" diskutieren zu
lernen. Alle andern Fächer dienen nur dazu das
Repertoire ä jour
halten zu können. So hatte ich in einer Maturitätsschule
eine Frau, deren Emailadresse sich als die eines Sado- /Masosalons
entpuppte und sie als dessen Herrin mit dem Motto: "Alles ist im
Wandel, eins aber bleibt, ich bin die Herrin, Du der Knecht".
Sie machte die Matura um mit ihrem
gehobener Klientel Konversation machen zu
können...
Microsoft bringt zum Teil unfertige Produkte auf
den Markt und bezieht dann die Kunden bei der Fertigentwicklung
mit ein. Und das in einem Umfeld, wo technischen Daten kaum
noch interessieren, und
Produkteigenschaften als
-vorteile selbstverständlich vorausgesetzt
werden. Oder interessiert es Sie, dass man reelle Humansysteme, je
nach Anforderung mit 1‘728/144/9 open-ended
generative principles umfassend modellieren kann, wo
doch für SIE nur eines
relevant ist. Zudem verlangt dieses eine von Ihnen
die Erfüllung, was
das Leben zuerst einmal nicht leichter macht.
Wie weit muss die Vertrauensbasis gehen, bis ein
Mensch glaubt, dass seine Probleme nur im Einklang
mit seiner
Lebenswirklichkeit gelöst werden kann? Wie lange
noch suchen wir extrem ausgeklügelte Tricks,
Lehrmeinungen, für die man uns mit noch ausgekügelt über-zeugenderen Versprechen
weismacht, sie funktionierten in der Praxis, z.B.
gemessen an erfolgreichen Abschlüssen im Verhältnis zu
Kontakten, sagen wir mit 1:9?
In den ersten Kontakten gehe es nur darum, diesen
Kontakt aufzubauen und die Anliegen
und Probleme des Kunden zu verstehen. In unserem
Fall sei das Produkt so gut entwickelt, dass für uns zumindest
keine Frage mehr bestehe, dass wir ernsthafte Aufgaben damit nicht
lösen könnten. Unser Problem sei, dass dies niemand
versteht oder verstehen will und somit nicht für
einen Abschluss genügend ernst nehmen kann. Sobald wir
mit Verantwortliche, die ja kaum mehr etwas ausser ihrem Profit,
und der Angst, ihren Ruf zu verlieren ernst nehmen, diese
Eintrittshürde „richtig“ weiter
führend überwunden hätten, könnten wir die
schönen
Formen, die es angeblich dafür braucht, mit
dem Geld beschaffen, dass wir durch erste erfolgreich
erfüllte Aufträge erhalten. Soll man sich mittlerweile
dafür à la Start-up für einen
Bankkredit bemühen, oder auf ein Wunder warten,
wie es der unerfüllbare
Zeitgeist gerne hätte, um uns sich als solches
zu präsentieren,
statt die Aufgabe zu
erfüllen?