Sie
können IHREN
Stand in den Problemen,
und den Ihrer Mitarbeiter bestimmen lassen. Wir leben in einer
Welt, in der die Finanzströme den Gang der Dinge genauso
bestimmen, wie das Blut in Ihrem Körper, der Stromfloss in
Ihrem PC. An sich zerstören sich solche materiellen Systeme an
sich geschlossen, selbst.
Der beispiellos weltweite Vormarsch und die
Dominanz des Kapitalismus widerspiegelt die
Erstreaktionswelt bis "hin zur
Lust" der Förderung
des "mehr vom
Gleichen". Das aber kann in einer an Ressourcen
beschränkten Welt nicht von Dauer sein, solange wir deren
Formen nicht beliebig und ohne die Restrisiken der benötigten
Energien umformen können. Dieses Weltbild ist also nur mit
Magie aufrecht zu erhalten, womit man Verlierern und Gewinner
falsche Tatsachen vorspiegeln muss. Dieser Unsinn ist mit der
selektiven
Bedeutungsgebung der Erstreaktionswelt
erklär-, aber nicht entschuldbar geworden.
Aktivisten, in der Erstreaktionswelt bis weg von
der Unlust an der Anforderung des
Kapitalismus, verhaftet, können à la Karl Marx viel
besser die Fehler des globalen Kapitalismus aufzeigen, als
systematische Alternativen vorschlagen. «Kapitalismus
sollte durch etwas Besseres ersetzt werden», forderte ein
Plakat am 1.Mai vor einigen Jahren in London. Dabei sind die
linken Intellektuellen die, welche mit ihren anmassenden
Ideologien in der Wirklichkeitsfremde das Aufkommen des an sich
geschlossenen Kapitalismus mit ihrer Begriffsphilosophie
gerade zu beschworen haben. So sind Sozialisten und Kapitalisten
lediglich die zwei Gesichter
des Ianus, eines römischen Gottes, also
der gleichen Münze der Anmassung.
Die Behauptung, dass es sich beim Kapitalismus um
ein System handelt, das sich automatisch selbst zu einem
erstrebenswerten Gleichgewicht korrigiert ist ein
Mythos. George Soros, der es wissen sollte, sagt, dass sich
die globalen Märkte heute mehr denn je in ständigem
Ungleichgewicht am Abgrund eines noch grösseren
Ungleiches bewegen. Immer wieder waren und sind politische,
fiskalische und juristische Korrekturen notwendig, um
Leitplanken für die unsichtbare Wirkung des Marktes zu
setzen. Je grösser er wird, desto tiefer kann er ohne sie/SIE
fallen, vor allem, wenn die Regler selbst nicht über die
Orientierung an der %-Mehrheit der Erstreaktionen hinaus
denken können und wollen. Damit wir der mehr fordernde
materialistische Kapitalismus an den davon sich für weniger
idealistisch beliebig einsetzenden Intellektuellen nur zur auch
%-mental geschlossenen Erstreaktionswelt. Darin öffnet
sich die Schere zwischen einer kleinen Gruppe von
Superreichen und der von ihnen kannibalisierten
Restwelt bis zur Zerreissprobe, die man in der
Erstreaktionswelt gar nicht bestehen kann. Darum arbeiten wir hier
an, weil wirklichkeitsbezogen, statt anmassend, weiter
führenden Grundlagen, mit denen eine kritische Anzahle
Menschen im kritischen Punkt den Turnaround zum
Wirklichkeitsbezug vornehmen können.
Es geht letztlich um den Widerspruch
zwischen dem gewohnten, anmassenden Erwartungsdenken, und der
Tatsache, dass dieser Planet keine 6,5 Milliarden Menschen damit
mit dem Lebensstil der heutigen Mittelklasse im reichen
Norden nachhaltig ertragen kann. Somit ist vordergründig
"Nachhaltigkeit" die grösste Herausforderung für den
globalen Kapitalismus. Die Suche nach alternativen
Technologien mag noch so genial sein - irgendwann in der
Zukunft werden die reicheren Konsumenten sich mit weniger abfinden
müssen, statt immer mehr haben zu können. Damit
sind wir mit der Frage, ob wir bereit sind, uns mit
weniger abzufinden, damit andere mehr haben können, bei der
hintergründigen Ursache des Problems, den
gefährlich veralteten vorherrschenden
Denksystemen. Deren Return on Invesment
ist bereits als Feuerzeichen an der Wand, die
Zerstörung des Lebensraumes, und die Resignation
von immer mehr Menschen an der scheinbaren Unausweichlichkeit der
ihnen zugedachten Rolle
in dieser Welt. So war 2007 der Winter in der
Schweiz seit Menschengedenken noch nie so warm, 5 Grad über
der Norm. So waren die Jugendlichen seit Langem nie mehr so
handzahm gegenüber der politischen Korrektheit und im Erlernen
der Tricks andere für den eigenen Erwerb auszutricksen
und dann die Situation schön zu reden. Entsprechende
Fächer an Hochschulen haben Hochkonjunktur...
Dazu meinte Prof. René Schwarzenbach,
Vorsteher des Departements Umweltwissenschaft, 2007 als 'ETH
Life'-Kolumnist: "Ich frage mich immer häufiger, um was es
eigentlich vielen von unseren Führungspersönlichkeiten
und EntscheidungsträgerInnen schlussendlich geht. Es gibt
Momente, in denen mich das ungute Gefühl beschleicht, dass da
oft die Wichtigkeit des Wichtigseins über
der Wichtigkeit des Seins oder des Seinlassens steht. Da werden
manchmal ohne eine vertiefte Auseinandersetzung mit der
Materie locker Entscheidungen getroffen, deren
Auswirkungen für die Betroffenen fatal sind."