2.2.1.1 Qualifikation
Sinn - Nur was für Beteiligte Sinn macht, hat für sie Zukunft...
Die, welche wie Psychiater bestimmen, ob ein Mensch normal ist oder nicht, gehen von den Symptom, dem Krankhaften aus. Analytiker sind geschult darin, über die realen oder vermeintlichen Ursachen solcher Symptome reden zu lassen. Esoteriker und Mystiker behaupten, noch tiefer auf das Potential, das durch das Leid verborgen geblieben ist, zu schauen.
Über Edward Podvoll von der Windhorse Community, der alle drei Ausbildungen bis hin zum Dharma- Praktizierenden hinter sich hatte, hat der Filmemacher Edgar Hagen gesagt: "Und er hat begonnen, sich statt mit den Symptomen, oder statt mit den Ursachen für diese Symptome, mit den Ursachen des gesamten Leids zu befassen und mit dem, was noch darunter liegt, nämlich dem Potential an Liebe, an Freigebigkeit, an Offenheit - was jedem Menschen innewohnt". Die Qualitäten, die aus der Verbindung von Weisheit und Liebe entstehen, bezeichnet Hagen als Fundament des Menschen. Für den Zeitgeist und seine Hüter, ist es der Grund aller Ärgernisse mit reellen Menschen:
  • Der Mensch produziert Bewusstseinsblasen (?0), die man in gemilderter Form "Neurosen" nennt, und,
  • in ausgewachsener Form, wo die Rückkoppelung (*3) zur normalen menschlichen Wirklichkeit verloren geht, "Psychosen".
  • Gerät jemand unter massiven Druck, kann er auf 'psychotisch', oder eine Trauma davon tragen, oder
  • oft scheinbar unbegründet, eine Phobie entwickeln..
Damit geht es, mit vom Zeitgeist ver-rückten Illusionen und Verhaltensweisen um sogenannte spirituelle Krisen. Oft ist es aber eine Form des Protestes gegen das Unverstandenwerden im Zeitgeist! Das wird dann von "nichtspirituellen" Psychiatern oft vorschnell als unheilbar bezeichnet, z.B. nachdem Insulin- und Elektroschocks nichts mehr fruchten - mit grausamen Konsequenzen für alle Betroffenen! Dass die Patienten sich dann so vorkommen, als ob sie keine Seele hätten, unter Leichen seien und diese essen, muss nicht verwundern. Tieren spricht man ja eine Seele ab, gleichermassen Feinden, um über sie lieblos verfügen zu können. Dass gerade Psychiater eine sehr hohe Selbstmordrate habe, und viele am Rande des Wahnsinns leben, spricht gegen unsere meinungs- und erstreaktionsbasierte, eben unverständige Humanwissenschaft! Schliesslich wollen wir alle letztlich so akzeptiert werden, wie wir sind, und das verlangt nicht nach Anmassungen,sondern nach der hier eingeführten, persönlich relevanten Wissensarbeit.
Psychologen meinen, dass es zur Behandlung und Heilung von Menschen in geistigen Extremzuständen notwendig ist, dass der Therapeuten ebenfalls seinen eigenen Geist erforscht, statt bloss aus der objektiven Distanz mit Begriffsassoziationen den des  Klienten auf dem Couch. Dazu erfordere es in völliger Offenheit, ein authentisches Verhältnis zwischen Therapeut und Klient. Dann gelte es, den Patienten aus seiner Opferhaltung herauszulösen und ihn anzuleiten, Verantwortung für seine Gedanken und sein Verhalten zu übernehmen - sich also wieder unter den Rock des Zeitgeistes zu begeben, in dem die Normalen ihren Geschäften im Buhlen um des Kaisers Neuem Kleid nachgehen. Dafür hält man die Leute interessiert und lebendig, und redet den gelegentlichen Wahnsinn als Ausdruck des Lebens schön. Tritt er in der Masse aus, macht man damit Poesie und Geschichte - Sieg Heil. Noch ist ohne Glaube nicht klar, ob er nicht am Schluss noch siegen werde. Einige meinen mit Meditation den Geist studieren, andere die Wirklichkeit mit "ich denke, also bin ich" beliebig verändern, und aus sich das machen zu können, was sie wollen. Andere studieren, wie man den Zeitgeist beschwört und nennen das Geisteswissenschaft. Eins aber ist all diesen Intellektuellen, auf Begriffen Fixierte gemeinsam, wie Freuds Penisneid, der Wirklichkeitshass.
Einige verfallen statt dem äusseren Verführen anderer, ganz einfache der Versuchung zum Wahnsinn als letzte Möglichkeit eine Individualität auszudrücken, im Sich- unverständlich-Machen bewahrt man sich seine Eigenes, auch vor dem eigenen besseren Wissen. Oder man ist von der eigenen Person oder einer Idee derart fasziniert, dass man meint, im Wahnsinn oder im Rausch, über sich selbst hinaus gehen zu können.
So gesehen kann Wahnsinn, als Vorstufe zum Selbstmord, auch als letzte Forderung nach der minimal notwendigen Liebe verstanden werden, ohne die das Leben sinnlos erscheinen kann.
Andere wie Podvoll entdeckten in gezielten Drogenexperimenten, und/oder z.B. im tibetischen Buddhismus dass jeder Mensch über einen gesunden Kern, und damit selbst im Chaos über Inseln der Klarheit verfügten.
So geht es also zu im Ringen um die Vorherrschaft des öffentlichen Wissen auch über das innere Gewissen, und dessen Versuch, auch unter misslichsten Verhältnissen zur notwendigen Geltung zu kommen. Und wer meint, darüber hinaus einen Verstand zu haben, kann ihn daran oder in veränderten Lebensumständen auch verlieren!